"HAIR"
THE AMERICAN TRIBAL LOVE / ROCK MUSICAL

Zwischen Summer of Love & Woodstock:
Zum 50-jährigen Bühnen-Jubiläum des Musicals: Love & Peace in Wiesen!

Musik: Galt MacDermot / Buch Gerome Ragni & James Rado
Eine Musical & Dance Production

Regie: Erika Galamb

Samstag, 17. August 2019, 20 h
Sonntag, 18. August 2019, 20h
Wiesen, Festivalgelände


Vorverkauf: oeticket.com & (01) 96 0 96
Spezieller Gast in Wiesen: Peter Rapp


Vor 50 Jahren wurde die Welt aus den Angeln gehoben: Mit Love & Peace feierte die
Jugend in den USA ihren Sommer of Love, 400.000 der gerade entstandenen Hippies
zelebrierten1969 in Woodstock "3 Days of Peace & Music" und demonstrierten weltweit
gegen den Vietnam-Krieg und für einen uneingeschränkten Pazifismus. Mitten in diese
bahnbrechende Stimmung platzte die Broadway-Premiere des Musicals "Hair" und
sorgte weltweit für Furore (und insgesamt 1873 Aufführungen am Boadway) !
Passend zum 50 Jahr-Jubiläum von "Hair" gibt es am Samstag, den 17. August im
Festivalgelände in Wiesen eine Neu-Produktion des Musicals in Originalfassung !
Diese Reise in eine vergangene Zukunft wird von einem Zeitzeugen, der diese
Vergangenheit wirklich hautnah erlebte, erklärt und kommentiert: Peter Rapp ! Damals
war Peter Rapp beim neuen und richtungsweisenden Sender Ö 3 und wechselte dann
zum Fernsehen und moderierte von 1968 an zehn Jahre lang die damals einzige
Jugendsendung im ORF-TV, nämlich "Spotlight" ! Dabei waren die damaligen Stars &
Sternchen der Musikszene, von "Shocking Blue über Jimmy Cliff bis "Nazareth" oder
"ABBA", und Peter Rapp mit seinen anfangs 24 Jahren dabei und mittendrin und lernte
sie alle kennen !!!

Peter Rapp: "24 Jahre war ich alt, als ich nach München fuhr, um im „Krone Bau“ die
deutsche Uraufführung zu sehen. Als „Skandal“ wurde geoutet, dass in einer Szene
alle Darsteller nackt auf der Bühne wären. Es war halb dunkel und die jungen
Schauspieler schlüpften so schnell unter eine riesige Leinwand, dass ich nicht einmal
hätte sagen können, wer weiblich und wer männlich war. Einige der Darsteller, wie
Jürgen Marcus oder Donna Summer durfte ich später in der Sendung „Spotlight“ näher
kennenlernen.

Die 60er waren die Zeit der Studentenbewegungen und der Jugend-Revolution. Trug
man lange Haare, wurde man von Lehrern und Eltern als „Gammler“ (Assozialer) und
„Hippie“ bezeichnet. Letzteres ist gar nicht so übel, weil die Bezeichnung ursprünglich
von „hipp“ kam. Das hieß: „ … die den Durchblick haben …“ Ein Spruch aus der Zeit hieß
übrigens auch: „Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment.“
Das Musical "Hair" war ja damals ein Sprungbrett für Karrieren junger, damals noch
unbekannter Künstler, bei der deutschen Tournee tarten u. A. Donna Summer (ihre
erste Single war auch "Aquarius" aus dem Musical, der spätere TV-Moderator Ron
Williams, Su Kramer oder Liz Mitchell, die später bei den Les Humphries Singers war
und dann die Lead-Sängerin von Boney M. wurde, international durch "Hair" bekannt
wurde etwa Marsha Hunt oder die Gruppe "5th Dimension", deren größter Hit ein
Medley aus "Aquarius/Let the sunshine in" eben aus "Hair" war. Das Ensemble ist wie
schon damals auch in Wiesen ein wilder internationaler Mix von Sängern und Tänzern
aus aller Herren Länder, die Choreographin kommt vom Londoner Westend, Regie
führt Erika Galamb - also "Vorhang auf und Bühne frei" in Wiesen, "Let the Sunshine In"!

Aussergewöhnlich für damalige Musicals waren die vielen Songs (über 30 !), die den
""Wegweiser" für die Handlung bilden: Eine Gruppe langhaariger Hippies lebt und liebt
in New York und lehnt sich gegen das Establishment und ihre Einberufung in den
Vietnam-Krieg auf. Der gerade aus der Provinz gekommene Claude, Sheila und Berger
leben in einer Dreiecksbeziehung zwar ziellos, aber lustvoll vor sich hin, bis das
Eintreffen des Stellungsbefehls nach Vietnam Claude in einen tiefen Zwiespalt
zwischen patriotischen Impulsen einerseits und seinen pazifistischen Idealen
andererseits stürzt.

Mit unzähligen Hits wie "Aquarius", "Let the Sunshine in", "Hair" oder "Ain´t Got No"
stürmten verschiedene Künstler die Charts und das Stück weltweit die Musical-Bühnen,
konnte es doch das Lebensgefühl einer ganzen Generation ausdrücken. 1970 kam
"Hair" auch nach Wien in die Stadthalle und sorgte natürlich auch hier, auch mit seinen
kollektiven Nackt-Szenen, für Aufregung in der damaligen grauen Tristesse der Stadt !
1979 brachte Regisseur Milos Forman seinen Film "Hair" nach dem Musical heraus, der
auch mit zwei Golden Globes ausgezeichnet wurde und die "Times" lobte: "Ein Beweis
dafür, dass sich im Filmgeschäft noch echte Wunder ereignen können."
Buch und Liedtexte zu "Hair" stammen vom mittlerweile verstorbenen Gerome Ragni,
einem der Gründer des aus dem "Living Theatre" hervorgegangenen "Open Theatre"
und James Rado, die Musik ist vom Kanadier Galt MacDermot, einem Organisten und
Kirchenmusiker, der diese Kenntnisse auch für "Hair" verwendete und später auch mit
einem "Grammy" ausgezeichnet wurde.
z. T. aus Wikipedia
PETER RAPP

Peter Rapp wurde 1944 in Wien geboren, wo er auch seine Kindheit verbrachte. Er
wirkte bei den Wiener Sängerknaben mit und war unter anderem auch als Ministrant in
St. Stephan tätig. Nach dem Gymnasium meldete er sich für 15 Monate freiwillig zum
Militärdienst, wo er den Rang eines Korporals erreichte. Nach dem Wehrdienst begann
er als Journalist bei Wiener Tageszeitungen und sang daneben auf Vorstadtbühnen
Rock 'n' Roll. Auf der langen Liste seiner weiteren Jobs finden sich Fremdenführer,
Mietwagenchauffeur und Statist beim Film - bis er schließlich 1963 beim ORF landete.
Peter Rapp begann 1967 als Radiosprecher bei Ö3, bekannt wurde er in Österreich vor
allem durch die Jugend-Pop-Sendung "Spotlight", die er von 1968 bis 1978 leitete. Von
1979 bis 1983 war er auch im ZDF, ARD und bei der "Europa Welle Saar" als
Präsentator beschäftigt. 

Mit der TV-Show "Hoppala", die er ab 1987 im ORF präsentierte, erzielte er von Anfang
an hervorragende Infratest-Ergebnisse und bestätigte damit seinen Ruf als
Top-Moderator. Es folgten Sendungen wie "Tele-As", "Wer A sagt", "Licht ins Dunkel -
Gala" und "Millionenrad", das sich seit Jänner 2002 unter dem Namen "Brieflosshow"
präsentiert.

Von 1997 bis 2000 moderierte Peter Rapp mit Martina Rupp die erfolgreiche
Hauptabendshow des ORF "Champion". Zusätzlich präsentierte er gemeinsam mit
Simone Stelzer jährlich zu Silvester die Prominenten Playback Show "Starlight".
Jeden Sonntag war er Gastgeber der "Brieflosshow" und seit 25 Jahren fixer
Bestandteil der "Licht ins Dunkel"-Aktion des ORF und spornt die Österreicher jedes
Mal zu neuen Spendenrekorden an .